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	<title>Gewerkschaftliche Jugendbildungsstätte Berlin-Konradshöhe | Journalistenbüro work in progress</title>
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	<description>Hier bloggen die freien Journalisten Jörn Boewe und Johannes Schulten</description>
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		<title>Eine &#8222;Think-Bank&#8220; für unsere ehemalige gewerkschaftliche Jugendbildungsstätte Berlin-Konradshöhe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[work in progress]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Jun 2023 08:51:18 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><iframe style="border: none; overflow: hidden;" src="https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2FRETTETKonradshoehe%2Fposts%2Fpfbid0YkZYm4QTkpBbhEMku6YfJbMLm62XZ6ctp49npZQg85yDjGLZDqu2pYyx1nCv4hDYl&amp;show_text=true&amp;width=500" width="500" height="781" frameborder="0" scrolling="no" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p><p>The post <a href="https://work-in-progress-journalisten.de/eine-think-bank-fuer-unsere-ehemalige-gewerkschaftliche-jugendbildungsstaette-berlin-konradshoehe/">Eine „Think-Bank“ für unsere ehemalige gewerkschaftliche Jugendbildungsstätte Berlin-Konradshöhe</a> first appeared on <a href="https://work-in-progress-journalisten.de">Journalistenbüro work in progress</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Verführerische Blase</title>
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		<dc:creator><![CDATA[work in progress]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Mar 2017 20:46:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ver.di schließt die gewerkschaftliche Bildungseinrichtung Berlin-Konradshöhe Von Jörn Boewe, neues deutschland, 10. März 2017 Auf den ersten Blick sieht das Transparent vor dem Grundstück aus wie die Werbeplane eines Bauträgers. Aber noch werden hier, in der Stößerstr. 18 in Berlin-Konradshöhe, &#8230; <a href="https://work-in-progress-journalisten.de/verfuehrerische-blase/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1>Ver.di schließt die gewerkschaftliche Bildungseinrichtung Berlin-Konradshöhe</h1>
<p><a href="https://www.neues-deutschland.de/artikel/1044299.verfuehrerische-blase.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Von Jörn Boewe, neues deutschland, 10. März 2017</em></a></p>
<p>Auf den ersten Blick sieht das Transparent vor dem Grundstück aus wie die Werbeplane eines Bauträgers. Aber noch werden hier, in der Stößerstr. 18 in Berlin-Konradshöhe, keine Luxuswohnungen errichtet. »Hier verbauen wir uns unsere Zukunft« steht auf einem großen Transparent, und statt Bauherren sind »Ab-Bauherren« darauf verzeichnet: Frank Bsirske, Frank Werneke, Christoph Meister &#8211; alle drei Mitglieder im ver.di-Bundesvorstand &#8211; als Generalunternehmer firmiert die Immobilien- und Vermögensverwaltung von ver.di (IVG/VVG).</p>
<div id="attachment_1091" style="width: 650px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://work-in-progress-journalisten.de/wp-content/uploads/2017/03/33212678551_7baa2268c9_z.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1091" class="size-full wp-image-1091" src="http://work-in-progress-journalisten.de/wp-content/uploads/2017/03/33212678551_7baa2268c9_z.jpg" alt="" width="640" height="427" srcset="https://work-in-progress-journalisten.de/wp-content/uploads/2017/03/33212678551_7baa2268c9_z.jpg 640w, https://work-in-progress-journalisten.de/wp-content/uploads/2017/03/33212678551_7baa2268c9_z-300x200.jpg 300w, https://work-in-progress-journalisten.de/wp-content/uploads/2017/03/33212678551_7baa2268c9_z-450x300.jpg 450w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><p id="caption-attachment-1091" class="wp-caption-text">Keine amtliche Bekanntmachung, aber auch kein Fake. Foto: Jörn Boewe</p></div>
<p><span id="more-1078"></span></p>
<div class="Content">
<div class="Image Big"> Natürlich ist es keine amtliche Bekanntmachung, die auf dem Gelände der ver.di-Jugendbildungsstätte Konradshöhe steht, aber ein »fake« ist es auch nicht. Nach 56 Jahren soll die gewerkschaftliche Bildungseinrichtung geschlossen werden. Nicht, weil es dort kein Interesse mehr an politischer Bildungsarbeit für junge Leute gäbe. Aber ver.di braucht Geld, und wie überall in Berlin explodieren in Konradshöhe die Grundstückspreise. Das direkt am Havelufer gelegene rund 5000 Quadratmeter große Areal ist ein Filetstück, auf dem schon bald hochpreisige Eigentumswohnungen entstehen könnten, wie sie in der Gegend seit ein paar Jahren überall gebaut werden.</div>
<p>Uli Dalibor, langjähriger Fachgruppenleiter Einzelhandel in der ver.di Bundesverwaltung und Vorsitzender des Fördervereins der Bildungsstätte ist fassungslos. »Dumm und ignorant« nennt er die Entscheidung. »Tausende Jugendliche aus dem Berliner Norden werden künftig keine Chance mehr haben, unsere Bildungsangebote wahrzunehmen. In Zeiten, wo Rassismus und Rechtspopulismus grassieren, ist das ein Desaster.« An die 1700 Jugendliche haben hier jedes Jahr Seminare belegt wie: »Rechte und Pflichten in der Ausbildung«, »Beziehungskisten und Gender«, »Entspannt durch die Prüfung« oder »Die Macht der Medien«. Hier trafen sich regelmäßig Schülervertreter aus der Plattenbausiedlung Märkisches Viertel, fanden Integrationskurse für jugendliche Geflüchtete statt. Noch im September trafen sich hier junge Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter aus Asien, Amerika und Europa, um ihre Forderungen für den diesjährigen Weltkongress der UNI Commerce Global Union vorzubereiten.</p>
<p>Für 65 000 DM hatte die Deutsche Angestelltengewerkschaft DAG das Grundstück am 26. Juni 1957 gekauft. Willy Brand, seinerzeit Regierender Bürgermeister von Westberlin, legte 1961 den Grundstein. Heute kann die ver.di-Vermögensverwaltung bei einem Verkauf ein Vielfaches dieses Preises erzielen. Von bis zu elf Millionen Euro ist die Rede &#8211; eine Zahl, die die Pressestelle des Bundesvorstands auf Nachfrage nicht kommentieren will und die trotz expandierender Immobilienblase deutlich übertrieben sein dürfte.</p>
<p>Offiziell ist der erwartete Erlös aus dem Grundstücksgeschäft natürlich nicht der Grund für die Schließung. Vielmehr weise das Gebäude »bauliche Mängel« auf, deren Beseitigung »mit einem erheblichen finanziellen Aufwand verbunden« wäre, so eine ver.di-Sprecherin. Konkrete Zahlen will sie nicht nennen. Die stehen allerdings in einem Gutachten, das die ver.di-Immobilienverwaltung 2011 in Auftrag gab: »Das Gebäude befindet sich in einem ausreichenden gebrauchsfähigen Gesamtzustand«, heißt es in der dem »nd« vorliegenden Expertise. Kurzfristig seien Reparaturen im Wert von 165 000 Euro nötig, mittelfristige Instandsetzungskosten beziffern die Ingenieure auf 720 000 Euro. Und tatsächlich wurden nach dem Gutachten die Arbeiten in Angriff genommen. 400 000 Euro hat ver.di bereits in die Sanierung investiert &#8211; fast die Hälfte des prognostizierten Bedarfs.</p>
<p>Die laufenden Kosten für den Betrieb der Bildungsstätte erwirtschaftet die Bildungsstätte selbst, betont Vereinsvorsitzender Dalibor. Ver.di trägt die Mietkosten von 100 000 Euro im Jahr, was praktisch heißt: die ver.di-Jugendbildungsstätte konnte Haus und Gelände mietfrei nutzen. Durch ihr vielfältiges Bildungsangebot akquirierte sie zusätzliche öffentliche Förderung durch das Land in Höhe von 180 000 Euro jährlich &#8211; Geld, das der ver.di-Jugendbildungsarbeit nun mit der Schließung verlorengeht.</p>
<p>Ungewiss ist auch die Zukunft für die zwölf Beschäftigten des Hauses. Ihre Arbeitsverhältnisse wurden zum 31. März gekündigt. Arbeitsrechtlichen Beistand &#8211; wie es für Gewerkschaftsmitglieder Standard ist &#8211; habe ihnen ver.di versagt, berichtet ein Mitarbeiter. Der Bundesvorstand der Dienstleistungsgewerkschaft schiebt dem »freien Träger« die Verantwortung zu: »Bei dem Haus in Konradshöhe handelt es sich nicht um eine Bildungsstätte von ver.di, sondern um eine im Besitz der IVG/VVG befindliche Immobilie, die vermietet wurde«, heißt es dort. »Es handelt sich um Angestellte des Vereins, nicht von ver.di.«</p>
<p>Das Vorgehen erinnert fatal an die Schließung der ver.di-Bildungsstätte im westfälischen Lage-Hörste vor zwei Jahren. Auch dort war mit einem angeblich enormen Investitionsbedarf argumentiert worden &#8211; auf dem Gewerkschaftstag wurde das Haus als »Bruchbude« bezeichnet. Drei bis vier Millionen müssten aufgebracht werden, um die behördlichen Brandschutzauflagen zu erfüllen &#8211; dies sei für die Gewerkschaft nicht zu stemmen. Das Haus wurde geschlossen und sollte zeitweilig als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden. Presseberichten zufolge stellte sich plötzlich heraus, dass die Brandschutzmaßnahmen bis auf kleine Nachbesserungen doch ausreichend waren.</p>
<p>Der Deal kam dann aus anderen Gründen nicht zustande. Auf der leerstehenden Immobilie sitzt ver.di bis heute. Zu den damit verbundenen Kosten schweigt die Bundesverwaltung: »Wir geben grundsätzlich keine Auskünfte über Vermögenswerte und die Verwendung von Liegenschaften«, heißt es dort nur lapidar.</p>
</div>
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		<title>Die Lieferketten organisieren</title>
		<link>https://work-in-progress-journalisten.de/die-lieferketten-organisieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[work in progress]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Sep 2016 15:53:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>International vernetzt: Junge Gewerkschafter aus vier Kontinenten diskutierten in Berlin Antworten auf Strategien der globalen Handelskonzerne Von Jörn Boewe, junge Welt, 20. Sept. 2016 T-Shirts, die in Berlin oder New York über den Ladentisch gehen, werden in Vietnam, der Türkei &#8230; <a href="https://work-in-progress-journalisten.de/die-lieferketten-organisieren/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>International vernetzt: Junge Gewerkschafter aus vier Kontinenten diskutierten in Berlin Antworten auf Strategien der globalen Handelskonzerne</strong><br />
<a href="https://www.jungewelt.de/artikel/294035.die-lieferketten-organisieren.html" target="_blank" rel="noopener"><em>Von Jörn Boewe, junge Welt, 20. Sept. 2016</em></a></p>
<p>T-Shirts, die in Berlin oder New York über den Ladentisch gehen, werden in Vietnam, der Türkei oder Kolumbien genäht. Die Arbeitsbedingungen dort sind oft katastrophal. Spätestens seit dem Einsturz des Rana-Plaza-Fabrikhochhauses im April 2013 in Bangladesch, bei dem mehr als tausend Beschäftigte getötet wurden, ist das Thema in der Öffentlichkeit. Doch nicht nur Modekonzerne sind international aufgestellt – alle großen Handelsunternehmen agieren längst über alle geographischen Grenzen hinweg.</p>
<p><img decoding="async" src="https://www.jungewelt.de/img/700/86714.jpg" /></p>
<p>Zusammenarbeit und Austausch der Beschäftigten tun also Not, und das geht nicht ohne Organisation. UNI Global Union ist der weltweit wichtigste Dachverband der Dienstleistungswerkschaften, und ihre Handelssektion UNI Commerce veranstaltete in der vergangenen Woche ein internationales Jugendcamp in der ver.di-Jugendbildungsstätte Berlin-Konradshöhe. Wer dabei an Ferienlager denkt, liegt falsch: Eher war es ein intensives Seminar für Nachwuchsführungskräfte der Arbeiterbewegung des 21. Jahrhunderts. Eine Woche lang diskutierten die rund 30 Teilnehmer­innen und Teilnehmer aus Asien, Amerika und Europa über die wichtigen Trends ihrer Branche wie Onlinehandel, Konzentrationsprozesse und Rationalisierung der Logistikketten. »Es geht um die längsten Öffnungszeiten, die niedrigsten Preise und die größten Verkaufsflächen«, brachte Uli Dalibor von ver.di die Sache auf den Punkt. »Und all das kostet Geld – Geld, das die Konzerne intern aufbringen wollen, indem sie die Löhne ihrer Beschäftigten herabdrücken.«<span id="more-1473"></span></p>
<p>Aber wie kann man effektiv etwas dagegen tun? Die Teilnehmer begannen zunächst mit einer Bestandsaufnahme: Wie sehen die Arbeitsbedingungen in verschiedenen Unternehmen, Ländern und Weltregionen aus? Das ehrgeizige Ziel der jungen Gewerkschafter: Bis zum nächsten UNI-Weltkongress im kommenden Jahr soll ein gemeinsamer internationaler Forderungskatalog stehen. Dass sie ernstzunehmende globale Akteure sind, haben internationale Gewerkschaftsorganisationen wie UNI und IndustriALL in den vergangenen Jahren nicht zuletzt mit dem Bangladesch-Abkommen nach der Rana-Plaza-Katastrophe bewiesen: Nicht allen, aber einem Großteil der dort involvierten Modekonzerne konnten handfeste und überprüfbare Vereinbarungen zur Verbesserung der Arbeits- und Sicherheitsstandards in den Textilfabriken der dritten Welt abgerungen werden.</p>
<p>»Für mich war das eine großartige Chance zu sehen, wie andere Organisationen in vergleichbaren Situationen arbeiten«, sagte die 30jährige Norika aus Sri Lanka. In der Hauptstadt Colombo organisiert die junge Postangestellte gewerkschaftliche Bildungsveranstaltungen für Supermarktbeschäftigte – ehrenamtlich in ihrer Freizeit. »Ein Treffen mit einer so breiten Beteiligung aus so unterschiedlichen Erdteilen – das habe ich noch nicht erlebt«, so Ryan (29), der in New York als »Education organizer« in einem »Workers center« arbeitet und Einzelhandelsangestellte in Abendkursen über ihre Rechte aufklärt. Meist seien das prekär Beschäftigte, die nie Kontakt zu Gewerkschaften hatten, geschweige denn je in den Genuss von Tarifverträgen gekommen sind. »Verglichen damit geht es uns in Schweden großartig«, meinte Josefin (25), LKW-Fahrerin bei einem Lebensmittelgroßhändler aus Vasteras bei Stockholm. »Aber es hat mich daran erinnert, dass wir uns nicht zurücklehnen dürfen.«</p>
<p>So wurde deutlich: Auch in Zeiten von Internet und »Social media« braucht man reale und nicht nur virtuelle Diskussionen, braucht man über Chats und Mailinglisten hinaus Gesprächsrunden, bei denen man sich von Angesicht zu Angesicht gegenübersitzt. Und man braucht Orte, an denen man sie führen kann. Um so bedauerlicher fanden die Teilnehmer aus aller Welt, dass ver.di beabsichtigt, die Jugendbildungsstätte Berlin-Konradshöhe zum Jahresende zu schließen. Einen politischen Beschluss dazu gibt es nicht, Medienberichten zufolge handelt es sich um eine nicht mal gewerkschaftsintern kommunizierte Entscheidung der ver.di-Immobilienverwaltung. Das Grundstück direkt am Havelufer gilt als attraktives Bauland für hochpreisige Eigentumswohnungen.</p><p>The post <a href="https://work-in-progress-journalisten.de/die-lieferketten-organisieren/">Die Lieferketten organisieren</a> first appeared on <a href="https://work-in-progress-journalisten.de">Journalistenbüro work in progress</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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