Wer wir sind

work in progress ist ein kleines Journalistenbüro mit Sitz in Berlin-Moabit, einem alten Industrie- und Arbeiterviertel zwischen Westhafen, Siemens-Turbinenfabrik und Kanzleramt. Moabit gehört inzwischen zum Hipster-Bezirk Mitte, ist aber glücklicherweise bis heute kein bisschen „hip“. Echte Menschen, richtiges Leben, nichts Hochgestyltes. Ganz nach unserm Geschmack.

Worüber schreiben wir? In erster Linie über die Veränderungen in der Arbeitswelt, die uns technologische Umwälzungen, Unternehmerstrategien und neoliberale Regierungen, Lobby-Agenturen und Meinungsmacher in den letzten zwei, drei Jahrzehnten beschert haben: Leiharbeit, Outsourcing, Werkverträge, Zerstückelung von Wertschöpfungsketten, Prekarisierung. Und ihre Folgen, wie die Zerrüttung der öffentlichen Infrastruktur und sozialen Sicherungen, workfare-Systeme wie Hartz IV, eine erodierende Mittelschicht, die dramatische soziale Spaltung in mehr Arme und Superreiche als je zuvor.

Was machen diese Veränderungen mit den Menschen? Was sind das für Menschen, diese Veränderungen machen? Und was machen Menschen, wenn sie all das nicht länger einfach hinnehmen wollen? Das ist unser großes Thema.

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schulten-swJohannes Schulten (Jg. ’81), volontierte 2009/10 bei der Tageszeitung junge Welt in Berlin und arbeitete dort bis 2013 als Redakteur mit dem Schwerpunkt Gewerkschaften. 2012 erhielt er gemeinsam mit Jörn Boewe im Rahmen des Otto-Brenner-Preises ein Recherchestipendium der Otto-Brenner-Stiftung. Als Autorenteam arbeiteten Boewe und Schulten mit an dem vom damaligen IG Metall-Vorsitzenden Detlef Wetzel herausgegebenen Sammelband ORGANIZING. Die Veränderung der gewerkschaftlichen Praxis durch das Prinzip Beteiligung, VSA Hamburg 2013.

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Jörn Boewe (Jg. ’67), arbeitete von 2006 bis 2013 als Redakteur bei der Tageszeitung junge Welt in Berlin. Zuvor Redakteur beim Regionalsender Fensehen aus Berlin und als Reporter für die Berliner Morgenpost und bei der ORB-Sendung „Vor Ort“ unterwegs. Schrieb Reportagen für die Berliner Zeitung aus Mexiko, die taz aus Polen und die jungle world aus Makedonien. Studium der Politischen Wissenschaften am OSI, Abschlussarbeit über den Aufstand der Zapatisten. Mitautor der Sammelbände „Arbeitsunrecht. Anklagen und Alternativen“ (Hrsg. Werner Rügemer, 2009) und „… das war doch nicht unsere Alternative. DDR-Oppositionelle zehn Jahre nach der Wende“ (Hrsg. Bernd Gehrke, Wolfgang Rüddenklau, 1999) sowie: ORGANIZING. Die Veränderung der gewerkschaftlichen Praxis durch das Prinzip Beteiligung, VSA Hamburg 2013 (Hrsg.: Detlef Wetzel).