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	<title>Gesellschaftspolitik | Journalistenbüro work in progress</title>
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	<description>Hier bloggen die freien Journalisten Jörn Boewe und Johannes Schulten</description>
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		<title>Angela Merkel, Kanzlerin der Zwei-Drittel-Gesellschaft. Von der Dystopie zur neokonservativen Normalität</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Sep 2017 06:50:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[our 2 cents]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor 33 Jahren erfand Peter Glotz (einer der letzten sozialdemokratischen Theoretiker) den Begriff der Zwei-Drittel-Gesellschaft &#8211; nicht als Zustandsbeschreibung, sondern als düstere Vorahnung dessen, wovor man sich neben Atomkrieg und saurem Regen in den 80er Jahren fürchtete. Fünfzehn Jahre später &#8230; <a href="https://work-in-progress-journalisten.de/angela-merkel-kanzlerin-der-zwei-drittel-gesellschaft-von-der-dystopie-zur-neokonservativen-normalitaet/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span data-offset-key="dk39c-0-0">Vor 33 Jahren erfand Peter Glotz (einer der letzten sozialdemokratischen Theoretiker) den Begriff der Zwei-Drittel-Gesellschaft &#8211; nicht als Zustandsbeschreibung, sondern als düstere Vorahnung dessen, wovor man sich neben Atomkrieg und saurem Regen in den 80er Jahren fürchtete. Fünfzehn Jahre später war aus Glotz&#8216; Dystopie ein rot-grünes Reformprogramm geworden, das die Bundesrepublik Deutschland ähnlich tiefgreifend verändern sollte wie 1968, die sozial-liberale Brandt/Scheel-Koalition oder Helmut Kohls Wiedervereinigung. Tatsächlich wurde erst mit der Agenda 2010 und den Hartz-Gesetzen die Zwei-Drittel-Gesellschaft als der künftige Normalzustand der Bundesrepublik Deutschland nachhaltig etabliert. Das Konzept einer konformistischen &#8222;neuen Mitte&#8220;, deren wirkliche und gefühlte Prosperität auf der Ausnutzung prekärer Billigarbeit sozial abgehängter Niedriglohnbeschäftigter beruht, ist ein durch und durch konservatives Gesellschaftsmodell. Es war nicht verwunderlich, dass der politisch ideologische &#8222;Überbau&#8220; die Verwerfungen der sozioökonomischen &#8222;Basis&#8220; irgendwann nachvollziehen würde. Die Stabilität, ja geradezu Alternativosigkeit, der nun seit zwölf Jahren andauernden Kanzlerschaft Angela Merkels ist die logische Folge dieser neoliberalen Konterrevolution mit sozial-ökologischem Antlitz. Shit happens, SPD.</span></p><p>The post <a href="https://work-in-progress-journalisten.de/angela-merkel-kanzlerin-der-zwei-drittel-gesellschaft-von-der-dystopie-zur-neokonservativen-normalitaet/">Angela Merkel, Kanzlerin der Zwei-Drittel-Gesellschaft. Von der Dystopie zur neokonservativen Normalität</a> first appeared on <a href="https://work-in-progress-journalisten.de">Journalistenbüro work in progress</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Hilfe, sie drohen mit Reform!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[work in progress]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 May 2017 08:55:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[der Freitag]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaftspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Politikjournalist Rainer Balcerowiak zeigt, wie aus einem positiv besetzten Wort ein Synonym für die Zerstörung des Sozialstaats wurde Jörn Boewe, der Freitag, 21/17 Rente, Gesundheit, Asylrecht – spätestens seit Mitte der 1990er jagt in Deutschland eine Reform die nächste. &#8230; <a href="https://work-in-progress-journalisten.de/hilfe-sie-drohen-mit-reform/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Politikjournalist Rainer Balcerowiak zeigt, wie aus einem positiv besetzten Wort ein Synonym für die Zerstörung des Sozialstaats wurde</strong></p>
<p><a href="https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/hilfe-sie-drohen-mit-reform-ein-nachschlagewerk" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Jörn Boewe, der Freitag, 21/17</em></a></p>
<p><a href="http://work-in-progress-journalisten.de/wp-content/uploads/2017/05/Reformbuch-Balce-1.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-1146" src="http://work-in-progress-journalisten.de/wp-content/uploads/2017/05/Reformbuch-Balce-1.jpg" alt="" width="1494" height="2656" srcset="https://work-in-progress-journalisten.de/wp-content/uploads/2017/05/Reformbuch-Balce-1.jpg 1494w, https://work-in-progress-journalisten.de/wp-content/uploads/2017/05/Reformbuch-Balce-1-169x300.jpg 169w, https://work-in-progress-journalisten.de/wp-content/uploads/2017/05/Reformbuch-Balce-1-768x1365.jpg 768w, https://work-in-progress-journalisten.de/wp-content/uploads/2017/05/Reformbuch-Balce-1-576x1024.jpg 576w" sizes="(max-width: 1494px) 100vw, 1494px" /></a>Rente, Gesundheit, Asylrecht – spätestens seit Mitte der 1990er jagt in Deutschland eine Reform die nächste. Je mehr reformiert wird, desto ärger die soziale Schieflage der Republik. Die Folge: „tiefes Misstrauen gegen Reformversprechen aller Art“, konstatiert der Politikjournalist Rainer Balcerowiak in seinem neuen Buch Die Heuchelei von der Reform. Informativ wie kurzweilig schildert er, wie aus einem positiv besetzten Wort in den letzten zwei Jahrzehnten ein Synonym für die Zerstörung des Sozialstaats, die Privatisierung von Gemeingütern und den Abbau von Arbeitnehmerrechten wurde. Jenes daraus erwachsene „Misstrauen zu schüren, ohne eine auf Reformen abzielende Politik pauschal zu verunglimpfen“, sei „eines der wichtigsten Anliegen dieses Buches“, so der Autor.<span id="more-1138"></span></p>
<p>Kenntnisreich und originell ist der historische Bogen, den Balcerowiak schlägt: von den Gracchischen Landreformen im antiken Rom über die protestantische Reformation, Bismarcks Sozialreformen, die „Lebensreformbewegung“, die Debatte in der SPD um „Reform oder Revolution“ vor dem Ersten Weltkrieg, Agrarreformen im globalen Süden sowie in der Sowjetischen Besatzungszone nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die jüngste Geschichte. Dabei besonders lesenswert ist seine Darstellung der Reformen zwischen 1969 und 1974 in Deutschland, das Erbe der sozial-liberalen Koalition also: das BAföG etwa begründete den Anspruch auf eine nicht zurückzuzahlende, staatliche Ausbildungsförderung, wenn das Einkommen der Eltern nicht für den Unterhalt studierender Kinder reichte. Kleinstrenten, wie sie Hausfrauen, die nur wenige Jahre sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren, bekamen, hob der Staat mittels Zuschüssen auf ein existenzsicherndes Niveau.</p>
<p>Viele jener Maßnahmen muten heute nahezu utopisch an. Nachdem die Reformen bereits Mitte der 1970er unter Helmut Schmidt gestoppt worden waren, ging es in den 80ern mit der „geistig-moralischen Wende“ unter Helmut Kohl wieder rückwärts. Der große Erdrutsch kam unter Rot-Grün. Balcerowiak schafft es, die wichtigsten Eckdaten solcher Meilensteine wie Bahn-, Renten-, Gesundheits- und Hartz-Reformen auf wenigen Seiten anschaulich zusammenzufassen, was das Buch zu einem hilfreichen Nachschlagewerk neoliberaler Reformen in Deutschland macht.</p>
<p>Mit Blick auf die diesjährige Bundestagswahl klopft der Autor die Programme der Parteien ab und fragt: „Gibt es ein Reformlager?“ Seine Antwort ist differenziert: Bleibe es bei einer Großen Koalition, gehe es mit „Formelkompromissen zur Gesichtswahrung“ weiter. Im Falle von Rot-Rot-Grün würden zwar durchaus Verbesserungen für Arbeitnehmer, Rentner, mittlere sowie untere Einkommensgruppen möglich, etwa in der Wohnungspolitik. Einen fundamentalen Schwenk, der die jahrzehntelange Umverteilung von unten nach oben umkehrt, sollte von einem Mitte-Links-Bündnis jedoch niemand erwarten. Im Kapitel „Reformen, die es ganz bestimmt nicht geben wird“ nennt der Autor eine Reihe durchaus plausibler und ernüchternder Beispiele für Maßnahmen, die zwar „einer ökologischen und lebenskulturellen Entwicklung äußerst zuträglich wären, aber unabhängig von der Zusammensetzung der künftigen Bundesregierung keine Realisierungschancen haben“: deutliche Anhebung der Spitzensteuersätze, Lockerung der Schuldenbremse, Verbot von Rüstungsexporten, eine Rentenreform, die Altersarmut verhindert.</p>
<p>„Natürlich braucht diese Gesellschaft tiefgreifende Reformen“, so schließt Rainer Balcerowiak, „aber die wird uns niemand schenken.“</p>
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<div class="_1mf _1mj" data-offset-key="777jj-0-0"><a href="https://books.google.de/books?id=HyUODgAAQBAJ&amp;pg=PP1&amp;dq=reform+balcerowiak&amp;hl=de&amp;sa=X&amp;ved=0ahUKEwiUgMPxnLrUAhVHZVAKHU1CBKgQ6AEIJjAA#v=onepage&amp;q=reform%20balcerowiak&amp;f=false" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span data-offset-key="777jj-0-0"> </span><span class="_247o" spellcheck="false" data-offset-key="777jj-1-0"><span data-offset-key="777jj-1-0">Rainer Balcerowiak: </span></span></a><span data-offset-key="777jj-2-0">Die Heuchelei von der Reform: Wie die Politik Meinungen macht, desinformiert und falsche Hoffnungen, Edition Berolina 2017, 192 S., 9,99 €<br />
</span></div><p>The post <a href="https://work-in-progress-journalisten.de/hilfe-sie-drohen-mit-reform/">Hilfe, sie drohen mit Reform!</a> first appeared on <a href="https://work-in-progress-journalisten.de">Journalistenbüro work in progress</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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