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	<title>Web2.0 | Journalistenbüro work in progress</title>
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	<description>Hier bloggen die freien Journalisten Jörn Boewe und Johannes Schulten</description>
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		<title>&#8222;Blogs machen unsere Arbeit einfacher&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Nov 2014 14:55:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebsräte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Timm Boßmann, Betriebsrat bei der Verlagsgruppe Weltbild, über strategische Kommunikation im Internet und den Bedeutungszuwachs gewerkschaftlichen Bloggens. Das Gespräch führten Johannes Schulten und Jörn Boewe, Magazin Mitbestimmung, 11/2014 Warum ist es für Betriebsräte und aktive Gewerkschafter sinnvoll, Öffentlichkeitsarbeit über das &#8230; <a href="https://work-in-progress-journalisten.de/blogs-machen-unsere-arbeit-einfacher/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Timm Boßmann, Betriebsrat bei der Verlagsgruppe Weltbild, über strategische Kommunikation im Internet und den Bedeutungszuwachs gewerkschaftlichen Bloggens. Das Gespräch führten Johannes Schulten und Jörn Boewe,<em> <a href="http://boeckler.de/51877_51899.htm" target="_blank">Magazin Mitbestimmung, 11/2014</a></em></strong></p>
<p><strong>Warum ist es für Betriebsräte und aktive Gewerkschafter sinnvoll, Öffentlichkeitsarbeit über das Internet zu betreiben?</strong></p>
<p>Information und Öffentlichkeitsarbeit sind die Grundlage jeder Interessenvertretung. Und das Medium mit der größten Reichweite ist das Internet. Deshalb ist es nur logisch, dort auch mit der betrieblichen Interessenvertretung präsent zu sein. Dazu kommt, dass ein Blog leicht zu bedienen ist. Verglichen mit dem Aufwand, den man für eine Betriebszeitung braucht, nimmt ein Blog nur zehn Prozent der Zeit in Anspruch.<span id="more-555"></span><strong>Ist das der einzige Vorteil?</strong></p>
<p>Nein. Das Internet funktioniert in zwei Richtungen: Man sendet nicht nur eine Botschaft – Leserinnen und Leser haben über die Kommentarfunktionen auch einen Kanal, um zu antworten. Eine Interessenvertretung bekommt also sofort das Feedback der Leute, die sie vertritt. Das ist transparent und macht unsere Arbeit einfacher, weil wir die Wünsche der Kolleginnen und Kollegen besser kennen.</p>
<p><strong>Ein Blog ist praktisch der ganzen Welt zugänglich. Verletzt ein Betriebsrat damit nicht seine Geheimhaltungspflicht?</strong></p>
<p>Mit dem Anstellungsvertrag gibt man nicht sein Grundrecht auf freie Meinungsäußerung ab. Gleichwohl versucht der Arbeitgeber häufig, über § 79 des Betriebsverfassungsgesetzes – die Geheimhaltungspflicht – einen Riegel vorzuschieben. Ich bin der Meinung: Schlechte Arbeitsbedingungen sind keine Geschäftsgeheimnisse, darüber sollte man also bloggen. Man muss es ja nicht in der Funktion als Betriebsrat tun.</p>
<p><strong>Was schlagen Sie stattdessen vor?</strong></p>
<p>Ich empfehle, die Blogs unter der Gewerkschaftsflagge laufen zu lassen, wie wir es etwa bei weltbild-verdi.blogspot.com machen. Da kann zusätzlich zur Meinungsfreiheit auch der Artikel 9 des Grundgesetzes, das Grundrecht auf Koalitionsfreiheit, gezogen werden. Gemeinsam mit der Gewerkschaft kann man so auch Angriffe auf Blogs, so sie denn stattfinden, verhindern. Der Betriebsrat diskutiert mit dem Arbeitgeber gar nicht über das Blog, sondern verweist an die Gewerkschaft, die allein für das Blog verantwortlich ist.</p>
<p><strong>Darf ein Betriebsrat während seiner Arbeitszeit bloggen?</strong></p>
<p>Der Betriebsrat macht grundsätzlich in der Betriebsratsarbeit keine direkte Gewerkschaftsarbeit. Unsere Betriebszeitung, den „Picker“, erstellen wir als Öffentlichkeitsausschuss des Betriebsrates während der Arbeitszeit. Das Blog dagegen wird von einer Redaktion aktiver Gewerkschaftskollegen ehrenamtlich in der Freizeit gemacht. Wir halten das getrennt.</p>
<p><strong>Kann ein Blog eine Betriebszeitung oder das Schwarze Brett im Betrieb ersetzen?</strong></p>
<p>Auf keinen Fall. Das wichtigste Kommunikationsmittel ist das persönliche Gespräch. Auch eine Zeitung ist vor allem ein Anlass, auf Leute zuzugehen. Richtig spannend wird es, wenn wir miteinander reden. Wie das Internet wirken kann, hat natürlich viel mit der Betriebsstruktur zu tun. Unser Blog wird viel von den Angestellten gelesen, von den Kollegen im Lager- und Versandbereich weniger – auch weil sie nicht durchgehend online sind. In anderen Betrieben ist ein Blog eine sehr gute Möglichkeit, die Grenzen einer Zeitung zu überwinden. Etwa im Einzelhandel, da liegen die einzelnen Filialen weit auseinander. Ein gemeinsames Blog ist dann häufig die einzige umfassende Informationsquelle – besonders in Betriebsteilen ohne Betriebsräte. Die ver.di-Blogs bei OBI oder dem Gartencenter Dehner werden sehr gut angenommen.</p>
<p><strong>Sie verwenden häufig den Begriff „strategische Kommunikation“. Was ist damit gemeint?</strong></p>
<p>Der Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick hat mal formuliert: „Man kann nicht nicht kommunizieren“, wir kommunizieren also immer. Jede Äußerung steht im Zusammenhang mit politischen Zielen. Ich will andere Gewerkschafter dafür sensibilisieren, zielgerichteter zu kommunizieren und Kommunikation dazu zu nutzen, ihre Interessen durchzusetzen. Neben dem klassischen Streik ist gute, zielgerichtete Öffentlichkeitsarbeit mit das schärfste Schwert in der Waffenkammer einer Gewerkschaft.</p>
<p><strong>Haben Sie ein Beispiel?</strong></p>
<p>Etwa indem wir schlechte Arbeitsbedingungen öffentlich machen. Das wirkt gleich auf die Marke des Arbeitgebers, da entsteht gleich Druck, die Missstände zu beheben. Mit einem Blog haben wir die Möglichkeit, uns direkt an die Medien zu wenden. Und das stößt auf Interesse. Meiner Erfahrung nach recherchieren Journalisten gerne in Blogs. Anders als die gestelzten Pressemitteilungen, die mitunter von Gewerkschaften rausgegeben werden, haben die Informationen dort eine hohe Authentizität.</p>
<p><strong>Von welchen Themen sollten Gewerkschaftsblogger lieber die Finger lassen?</strong></p>
<p>Prinzipiell kann man über alles berichten. Die Grenze ziehe ich bei Persönlichkeitsrechten des Einzelnen, sowohl der Kollegen als auch der Vorgesetzten. Zu schreiben: „Der Vorgesetzte Meyer verdient 100.000 Euro im Jahr“ – das geht nicht. Sehr wohl darf aber geschrieben werden: „Im Schnitt verdienen die Führungskräfte bei der Firma X im Jahr Y Prozent mehr als der normale Arbeitnehmer.“ Gleiches gilt für Beleidigungen, etwa in Kommentarspalten: So etwas muss gelöscht werden.</p>
<p><strong>Das klingt zeitaufwendig. Finden sich dafür genug Kollegen?</strong></p>
<p>Ich empfehle immer, eine Blog-Redaktion zu gründen. Mit drei, vier Leuten, die verlässlich mitarbeiten. Wir bei Weltbild treffen uns einmal im Monat für eine Dreiviertelstunde und überlegen, was die Themen im Betrieb sind. Wir haben zwei Beiträge pro Woche, das reicht. Jeder und jede schreibt also ein bis zwei Artikel im Monat. Das kann man leicht mal abends machen.</p>
<p><strong>Gibt es ausreichend Schulungsangebote für Kolleginnen und Kollegen, die sich hier engagieren wollen?</strong></p>
<p>Die Bildungsträger trauen sich noch nicht richtig an das Thema heran. Ich glaube, weil sie die technischen Hürden überschätzen. Aber im Prinzip ist alles sehr einfach. Schulungsbedarf liegt vielmehr bei den Schreibfertigkeiten. Viele Leute tun sich mit dem Schreiben schwer. Wie baue ich einen Artikel sinnvoll auf? Wie bringe ich meine Anliegen in einer klaren und verständlichen Sprache rüber? Schreiben ist ein Handwerk, das kann jeder lernen. Es gibt ein paar Regeln, wenn man die beherzigt, kommt etwas raus, das gern gelesen wird. Da, denke ich könnte, man mehr machen.</p>
<p><strong>ZUR PERSON</strong></p>
<p>Timm Boßmann, Jahrgang 1966, ist Betriebsrat bei der Augsburger Verlagsgruppe Weltbild. Nach einer Ausbildung zum Tageszeitungs-Redakteur bei der „Wolfsburger Allgemeinen Zeitung“ studierte er Germanistik, Philosophie und Psychologie, arbeitete als Werbetexter und Buchautor. Mit weltbild-verdi.blogspot.de startete er 2009 gemeinsam mit Kollegen eines der ersten gewerkschaftlichen Blogs. Seit­dem berät er auch Betriebsräte und Gewerkschaftsaktive in Sachen Öffentlichkeitsarbeit mit Internetmedien.</p><p>The post <a href="https://work-in-progress-journalisten.de/blogs-machen-unsere-arbeit-einfacher/">„Blogs machen unsere Arbeit einfacher“</a> first appeared on <a href="https://work-in-progress-journalisten.de">Journalistenbüro work in progress</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Erneuerung durch Blogs?</title>
		<link>https://work-in-progress-journalisten.de/erneuerung-durch-blogs/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Sep 2014 14:42:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Notizbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Gewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Web2.0]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vom 2. bis 4. Oktober 2014 veranstaltet die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Hannover ihre Konferenz &#8222;Gemeinsam Strategien entwickeln. Konflikte führen. Beteiligung organisieren. (Erneuerung durch Streik II&#8220;). Das Programm ist durchweg interessant, aber wir möchten besonders auf die Arbeitsgruppe 17 hinweisen: &#8222;Streit ums &#8230; <a href="https://work-in-progress-journalisten.de/erneuerung-durch-blogs/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Vom 2. bis 4. Oktober 2014 veranstaltet die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Hannover ihre Konferenz<a href="http://www.rosalux.de/event/50464/" target="_blank"><b> &#8222;Gemeinsam Strategien entwickeln. Konflikte führen. Beteiligung organisieren. (Erneuerung durch Streik II&#8220;)</b></a>.</p>
<p>Das Programm ist durchweg interessant, aber wir möchten besonders auf die Arbeitsgruppe 17 hinweisen: &#8222;Streit ums Grundrecht: Die Rolle der Öffentlichkeit im Arbeitskampf&#8220;. Schwerpunkt soll die Nutzung von Blogs und Social Media als Mittel gewerkschaftlicher Aktion sein.<span id="more-193"></span>Für alle, die sich ein bisschen genauer mit dem Thema befassen wollen, hier noch ein paar interessante Links:</p>
<p><b>1) Einen Überblick über gewerkschaftliche Blogs und Web2.0-Aktivitäten</b> geben drei Texte, die wir in den letzten Monaten im Freitag, bei ver.di-Publik und metall-direkt veröffentlicht haben:</p>
<p><a href="https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/bockwurst-war-frueher" target="_blank">https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/bockwurst-war-frueher</a></p>
<p><a href="https://publik.verdi.de/2014/ausgabe-05/gewerkschaft/gewerkschaft/seiten-4-5/A1" target="_blank">https://publik.verdi.de/2014/ausgabe-05/gewerkschaft/gewerkschaft/seiten-4-5/A1</a></p>
<p><a href="http://igm.proweblog.de/10-2014/web-2-0-2/" target="_blank">http://igm.proweblog.de/10-2014/web-2-0-2/</a></p>
<p><b>2) Interessante Web2.0-Aktivitäten von Betriebsräten und Gewerkschaftsaktiven:</b></p>
<p><a href="http://www.windst%C3%A4rke13.info/" target="_blank">http://www.windstärke13.info/</a></p>
<p><a href="http://dialog.igmetall.de/nachrichten/" target="_blank">http://dialog.igmetall.de/nachrichten/</a></p>
<p><a href="http://www.igmetall-schaeffler.de/Startseite.86.0.html" target="_blank">http://www.igmetall-schaeffler.de/Startseite.86.0.html</a></p>
<p><a href="http://www.wir-bauen-fuers-leben.de/blog/" target="_blank">http://www.wir-bauen-fuers-leben.de/blog/</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/CleanFlight?fref=ts" target="_blank">https://www.facebook.com/CleanFlight?fref=ts</a></p>
<p><a href="http://edeka-nst-verdi.blogspot.de/" target="_blank">http://edeka-nst-verdi.blogspot.de</a>/</p>
<p><a href="http://weltbild-verdi.blogspot.de/" target="_blank">http://weltbild-verdi.blogspot.de/</a></p>
<p><a href="http://amazon-verdi.de/" target="_blank">http://amazon-verdi.de/</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/betriebsrat.elsenlogistik?fref=ts" target="_blank">https://www.facebook.com/betriebsrat.elsenlogistik?fref=ts</a></p>
<p><b>3) Die Seite von Blog-Pionier und Weltbild-Betriebsrat Timm Boßmann. </b>Boßmann hat vor einigen Jahren einen der ersten Gewerkschaftsblogs gestartet und seitdem zahlreiche Kollegen bei gewerkschaftlichen Aktivitäten im Netz beraten. Auf seiner Homepage findet man jede Menge interessantes Infomaterial zum Download &#8211; Handbücher zum Erstellen von Blogs usw.</p>
<p><a href="http://www.textarbeiter.net/" target="_blank">http://www.textarbeiter.net/</a></p><p>The post <a href="https://work-in-progress-journalisten.de/erneuerung-durch-blogs/">Erneuerung durch Blogs?</a> first appeared on <a href="https://work-in-progress-journalisten.de">Journalistenbüro work in progress</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Im Blog wird’s diskutiert</title>
		<link>https://work-in-progress-journalisten.de/im-blog-wirds-diskutiert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Jul 2014 13:47:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebsräte]]></category>
		<category><![CDATA[Gewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[ver.di]]></category>
		<category><![CDATA[ver.di publik]]></category>
		<category><![CDATA[Web2.0]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>ver.di online – Beim Einzelhändler Weltbild, und nicht nur dort, setzen immer mehr ver.di-Betriebsgruppen auf Information und Austausch im Netz Von Jörn Boewe und Johannes Schulten, ver.di publik 05/2014 Nicht alle Kommentare, die dieser Tage auf dem ver.di-Weltbild-Blog gepostet werden, &#8230; <a href="https://work-in-progress-journalisten.de/im-blog-wirds-diskutiert/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><b>ver.di online – Beim Einzelhändler Weltbild, und nicht nur dort, setzen immer mehr ver.di-Betriebsgruppen auf Information und Austausch im Netz</b></p>
<p><i>Von Jörn Boewe und Johannes Schulten, ver.di publik 05/2014</i></p>
<p>Nicht alle Kommentare, die dieser Tage auf dem ver.di-Weltbild-Blog gepostet werden, sind lobend: „Mehr persönliche Gespräche“ von Betriebsrat und ver.di fordert Anonym am 23. Juni um 5.32 Uhr, ein ebenfalls anonymer Kollege beklagt, nicht ausreichend informiert zu werden. Andere jedoch danken dem Betriebsrat für seine „Offenheit“ und bestärken ihn darin, „weiterzumachen wie bisher“.<br /><a name='more'></a><br />Auch wenn die Kritik manchmal hart ist – Timm Boßmann trägt es mit Fassung. „Mir ist es lieber, als wenn so was nur in der Teeküche geäußert wird. So kann ich die Kritik aufnehmen und dazu Stellung nehmen“, sagt er. Boßmann ist stellvertretender Betriebsratsvorsitzender von Weltbild und eins von fünf Mitgliedern der Redaktion des ver.di-Blogs. Im Juni sitzt er in Verhandlungen mit dem Insolvenzverwalter. „Die Kollegen haben Probleme mit der Ungewissheit und wollen durchgehend informiert werden. Aber wir können nicht jedes Gerücht kommentieren, sondern nur den Stand melden.“</p>
<p><b>Kommunikation übers Netz</b></p>
<p>Sechs Monate ist es her, seit die Augsburger Verlagsgruppe Weltbild Insolvenz an gemeldet hat. Die Übernahme durch den Münchner Finanzinvestor Paragon gilt inzwischen zwar als sicher, doch es bleiben noch viele Fragezeichen: Wie viele Beschäftigte werden übernommen? Was passiert mit den Gehältern? Wann gibt es die Abfindungen für die, die in die Transfergesellschaft gewechselt sind?</p>
<p>Kein Wunder, dass viele nervös sind und schnell gereizt reagieren. Der Weltbild-Blog von ver.di ist der zentrale Ort der Diskussion für die Belegschaft, entsprechend geht es hier konkret zur Sache. Den Blog als Informations- und Debatteninstrument schätzt Timm Boßmann gerade in Krisenzeiten. Wer Transparenz wolle, müsse auch mit Kritik umgehen können, sagt er.</p>
<p>Kommunikation über das Netz ist für Gewerkschaft, Betriebsrat und Belegschaft bei Weltbild nicht ganz neu. Seit 2009 wird unter weltbild-verdi.blogspot.de gepostet, diskutiert und informiert. Boßmann war von Anfang an dabei, er gilt als einer der Pioniere des gewerkschaftlichen Bloggens.</p>
<p><b>Das Beispiel wirkt</b></p>
<p>Dem Beispiel der ver.di-Blogger bei Weltbild sind andere gefolgt. Ob bei Weltbild, Amazon, Edeka, Netto oder Hugendubel – Gewerkschaft und Aktive setzen heute immer öfter auf kollektiv betriebene Blogs, ebenso wie auf Facebook-Gruppen und Twitter. Und die Erfahrungen zeigen: Gerade in Arbeitskämpfen und harten Auseinandersetzungen machen Social Media die Gewerkschaften stärker. So zuletzt in der Tarifrunde des öffentlichen Dienstes: Als Kitas schlossen und Busse in ihren Depots blieben, erklärten Erzieherinnen und Busfahrer bei facebook und Twitter, warum sie sich zum Streik entschlossen hatten. Die Klickzahlen sprechen für sich: 1,34 Millionen mal wurde hugendubelverdi.blogspot.de seit Gründung im November 2010 aufgerufen, beim ver.di-Blog des Gartenbaucenters Dehner sind es 620 000 Klicks.</p>
<p>„Blogs helfen uns, Defizite traditioneller Formen der Gewerkschaftsarbeit zu kompensieren“, sagt Hubert Thiermeyer, der Leiter des ver.di-Fachbereichs Handel in Bayern. „Besonders dort, wo die Gewerkschaften in den letzten zwei Jahrzehnten durch Flexibilisierung, Outsourcing und Prekarisierung geschwächt wurden, wie im Handel.“ Verlängerte Öffnungszeiten und oft sehr kleinteilige Filialstrukturen führen dazu, dass die Leute sich kaum noch über ihre Arbeit austauschen können. „Doch die gemeinsame Reflexion ist Voraussetzung dafür, aktiv zu werden“, sagt Thiermeyer. Raum dafür könne heute virtuell zumindest zum Teil wiederhergestellt werden, so in einem gemeinsamen Blog.</p>
<p><b>Argumente für die Öffentlichkeit</b></p>
<p>In den Blogs bei Amazon, Edeka, Netto oder Hugendubel geht es aber nicht nur darum, die eigene Belegschaft zu mobilisieren. Auch für die Auseinandersetzung in den Medien sind sie ein wichtiges Instrument, denn sie bieten die Möglichkeit, die Probleme der Beschäftigten detailliert und direkt einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. „Die Unternehmer haben fast so viel Angst vor Blogs wie vor Streiks“, sagt Thiermeyer. Wer sich skandalös verhalte, scheue schließlich nichts so sehr wie die Öffentlichkeit.</p>
<p>Neben seiner Betriebsratstätigkeit engagiert sich Timm Boßmann in der gewerkschaftlichen Bildung, er organisiert Blogger-Schulungen und Schreib-Workshops. Viele der ver.di-blogs hat er in ihrer Startphase beraten. Sein Credo: „Blogs machen kann jeder, es braucht nur ein paar Regeln. Die Sätze sollten verständlich und kurz sein, der Inhalt muss regelmäßig aktualisiert werden.“ Wichtig ist ihm auch: „Die Blogs müssen von unten kommen. Die Aktiven müssen die Linie bestimmen.#</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p>Tipp: Das nächste Blogger-Seminar mit Timm Boßmann findet vom 29. September bis 1. Oktober in der ver.di-Bildungsstätte Brannnenburg statt.</p>
<p><a href="http://www.haus-brannenburg.de/" target="_blank">www.haus-brannenburg.de</a></p>
<p>Zu den Blogs:</p>
<p><a href="http://hugendubelverdi.blogspot.de/" target="_blank">hugendubelverdi.blogspot.de</a><br /><a href="http://edeka-nst-verdi.blogspot.com/" target="_blank">edeka-nst-verdi.blogspot.com</a><br /><a href="http://weltbild-verdi.blogspot.com/" target="_blank">weltbild-verdi.blogspot.com</a></p><p>The post <a href="https://work-in-progress-journalisten.de/im-blog-wirds-diskutiert/">Im Blog wird’s diskutiert</a> first appeared on <a href="https://work-in-progress-journalisten.de">Journalistenbüro work in progress</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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